Der neue Sportdirektor im Interview

Kevin Schäfer stellt sich vor

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Schon seit ein paar Monaten sieht man den aus Forst stammenden 30-jährigen immer wieder im Waldseestadion und so mancher fragte sich warum. Ein neuer Torhüter? Ein Scout eines anderen Vereins?
Komplett falsch – spätestens seit der Mitgliederversammlung im Juli zeichnet sich Kevin Schäfer als neuer Leiter der Abteilung Fußballsport aus.

Kevin ist kein Unbekannter in Forst. Er schnürte hier zuerst seine Fußballschuhe, zunächst noch im Feld, und zog später die Handschuhe über. Mit zunehmendem Alter steigerten sich auch seine sportlichen Fähigkeiten. So wechselte er in der C-Jugend zum FC Zuzenhausen (besser bekannt als: 1899 Hoffenheim) wo er mit Peter Greulich und Andreas Lässig zwei Forster als Trainer hatte. Später spielte er auch bei den Herren des FC Forst, ehe er zum FC Odenheim wechselte. Kevin ist mittlerweile verheiratet, hat 2 Kinder und lebt in Kronau.

Hallo Kevin, seit du das letzte mal beim FC Forst warst sind ein paar Jahre vergangen. Was hast du in der Zwischenzeit gemacht?

Ja das stimmt. Fünf Jahre liegt das jetzt zurück. Zuerst einmal habe ich meine Schulterverletzung auskuriert. In den vergangenen drei Jahren war ich dann als Torspieler-Trainer beim VfR Kronau tätig.

Du begleitest seit dieser Spielzeit das Amt des Sportdirektors. Wie kam es dazu und was sind deine Aufgaben?

Vor einiger Zeit kam ich mit dem jetzigen 2. Vorsitzenden Daniel Hess ins Gespräch. Da bekannt war, dass der damalige Sportliche Leiter sein Amt zur Verfügung stellen wird, schlug Daniel mir das Amt vor. Meine Aufgaben sind im Großen und Ganzen die eines Spielauschussvorsitzenden bzw. Sportlichen Leiters.
Ein zusätzliches Augenmerk wird jedoch die Zusammenarbeit mit den Jugendleitern, Jugendtrainern und Junioren sein. Das war uns, insbesondere mir wichtig.

Welche sportlichen/strukturellen Ziele hast du beim FC Forst?

Sportlich will ich immer das Bestmögliche erreichen. Was letztlich am Ende einer Saison dabei herausspringt, muss man sehen. Strukturell haben und werden die beiden Neuvorstände das Ein und Andere verändern. Ich will mich mit neuen Ideen und Möglichkeiten in den Verein einbringen. Da will ich mich aber nicht als „Revoluzzer“geben. Wie schon oben erwähnt, will ich jedoch im Juniorenbereich einige gute Ideen einbringen.

Was traust du den beiden Seniorenmannschaften in dieser Saison zu?

In der Ersten hat sich das spielerische Niveau der Mannschaft gegenüber dem Vorjahr nicht verschlechtert. Die Jungs, die aus dem Perspektivteam dazu gestoßen sind, haben Potenzial. Das haben sie in den vergangenen Pokalbegegnungen und Vorbereitungsspielen schon bewiesen.
Mit Kevin Jänicke, Dumitru Bacal, Martin Wolny und dem Comeback von Dani Covic haben wir Erfahrung dazu gewinnen können. Wenn sich die Jungen dementsprechend so gut weiterentwickeln, mit den Erfahrenen zusammenwachsen und die Mannschaft von größeren Verletzungen verschont bleibt, sehe ich den FC erneut im oberen Tabellendrittel.
Beim Perspektivteam um Trainer Frank Schlegel muss man schauen. Ich finde, die Mannschaft ist schwer einzuschätzen. Das Perspektivteam hat 9 Neuzugänge aufzuweisen. Weiter haben vier Spieler das Team in Richtung 1. Mannschaft verlassen und der erfahrene Christian Wohlfahrt hat sich aus der Aktivität zurückgezogen.
Einen Aufstieg in der Kreisklasse C zu erringen ist immer schwer. Da kann es sein, dass du ein einziges Spiel verlierst und dich am Ende der Spielzeit auf dem zweiten Tabellenplatz wiederfindest.

Dennoch traue ich „Fränky“ und seiner Truppe erneut zu, um den Aufstieg mitzuspielen.

Gerade im älteren Jugendbereich hat der FC Forst viele Abgänge zu beklagen. Woran liegt das und wie bekommt man das in den Griff?

Leider ist das der Fall! Grundsätzlich liegt das daran, dass die Junioren im zweiten A-Junioren-Jahr bzw. mit 18 Jahren, bereits in den Seniorenbereich wechseln können. Somit sind diese für alle anderen Vereine interessant, welche aufgrund von schwindenden Jungendspielern, auch auf 18-Jährige Nachwuchsspieler anderer Vereine angewiesen sind.
Oft zieht es die Jungs eben auch wieder zurück in den Heimatverein. Beim FC Forst spielen aufgrund einer zumeist höheren Spielklasse auch Jugendliche aus den umliegenden Gemeinden. Auf welche der Verein, das muss man so sagen, um die höheren Spielklassen zu halten, eben auch angewiesen ist. Junge Nachwuchsspieler, die durch gute Leistungen herausragen,  sind für Vereine höherer Spielklassen interessant und diese zieht es dann dort hin. Ein weiterer Aspekt ist möglicherweise auch das Finanzielle. Da haben andere Vereine vermutlich bessere Argumente.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, ist der Verein angewiesen darauf hinzuarbeiten, viele Jugendliche aus der Gemeinde an den Verein zu binden. Das erfordert zum einen eine Ausbildung und Förderung der Jugendtrainer und zum anderen ein gesundes Vereinsleben, um die Vereinsverbundenheit zu stärken. Das liegt der neuen Vorstandschaft sehr am Herzen. Sie setzen sich bekanntlich bereits mit diesem Thema auseinander.

 Vielen Dank , Kevin!


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