TuS Mingolsheim – FC Forst 3:0 (1:0)

Konzentration, Einsatzwille, Einstellung. Drei Begriffe, die einem erfolgreichen Sportler nicht fremd sein dürften. Fehlen alle drei, dann sieht das ganze so aus wie beim Auftritt des FC Forst in Mingolsheim. Dort gabs am Mittwoch eine ordentliche Klatsche, die in der Höhe sogar noch schmeichelhaft war. Die Forster Akteure wirkten in der 1. Halbzeit schläfrig, waren meist einen Gedankengang und Schritt zu spät, hatten somit meist das Nachsehen in den Zweikämpfen gegen die gut eingestellten Mingolsheimer. Bei Mingolsheim war der Wille zum Sieg von der ersten Minute an zu sehen.

Forsts Co-Trainer Leibold hatte noch nicht auf der Trainerbank Platz genommen, da hätte es nach einer Minute schon 1:0 für Mingolsheim stehen können. Penz klärte für den bereits geschlagenen Keeper Gerber auf der Linie, dem ein Stellungsfehler von Kilian Lamsfuß auf der linken Abwehrseite vorausging. Trainer Hees musste das Team nach dem Erfolg am vorherigen Wochenende in Neuthard auf zwei Positionen umbauen. Philipp Läufer, Matchwinner gegen Neuthard, war beruflich bedingt gar nicht dabei. Für ihn lief Harun Balkici auf. Marcel Firnkes, der das Abschlusstraining am Tag zuvor abbrechen musste, wurde durch Kilian Lamsfuß ersetzt.
Alles keine Gründe, dem TuS Mingolsheim so viel Raum zu überlassen. Die Folge waren ein Pfostenschuss von Schanzenbach in der 14. Minute, ein Lattentreffer von Singler in der 21.Min und der Führungstreffer durch Schweikert vier Minuten später. Forsts erster gefährlicher Gegenzug über Nico Leibold mit Quervorlage für Michael Geggus wurde von einem Mingolsheimer abgeblockt, wenig später fischte Mingolsheims Torwart einen Schuss von Mario Geggus aus spitzem Winkel aus dem Eck. Lediglich drei Aktionen aufs Mingolsheimer Tor standen in Halbzeit eins zu Buche, zu wenig für die vorhandene Offensivstärke der Forster.

Unrühmliches Ende der ersten Halbzeit war eine krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters, der den Forster Marcel Fretz mit Gelb-Rot zum Duschen schickte. Dies sollte nicht die einzige nicht nachvollziehbare Entscheidung des Schiedsrichtergespannes bleiben. Zahlreiche Spielunterbrechungen und jede Menge Verwarnungen wegen jeder Kleinigkeit waren die Folge, sollen aber nicht als Entschuldigung dienen für die an diesem Tag schwache Forster Elf, die zu Beginn der zweiten Halbzeit präsenter war als in Halbzeit 1 und auf den Ausgleichstreffer drängte. Ein Schuss von Mario Geggus aus 20 m war neben zwei drei Möglichkeiten die größte nennenswerte Chance.

Für Mingolsheim eröffneten sich durch die Angriffsbemühungen der Forster mehr Möglichkeiten für schnelle Konter. Einen davon konnte Torwart Gerber in der 58. Min. noch bravourös zur Ecke lenken, ehe er sich nur eine Minute später einen Fehlgriff leistete, den der Mingolsheimer Knebel zum vorentscheidenden 2:0 einköpfte. Weitere 3 Minuten später schloss Ams einen Alleingang von der Mittellinie mit einen schönen Heber zum 3:0 ab. Forst wollte nun das Spielergebnis im Rahmen halten, versuchte mit einigen Kombinationen zumindest zum Anschlusstreffer zu kommen. An diesem Abend klappte aber nicht viel. Neben den oben beschriebenen fehlenden Eigenschaften kommt die Tatsache hinzu, zum ersten Mal in dieser Saison ohne eigenen Torerfolg den Platz verlassen zu müssen.